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Psychoanalyse als Methodik



Die psychoanalytische Wissenschaft verfügt heute über eine Vielzahl von Erkenntnissen über die Entwicklung seelischer Prozesse, klinische Zusammenhänge, menschliche Persönlichkeitstypen und über die Stellung des Individuums zu seiner Umwelt und Kultur.

Es geht jedoch immer um die Erforschung einer einmaligen Lebensgeschichte eines bestimmten Menschen. Mit Hilfe der Einfühlung in die Schritt für Schritt bewußt zu machenden Erlebniszusammenhänge und des gefühlsmäßigen Sicheinlassens auf die dabei entstehenden schmerzlichen, aber auch befreienden Affekte gelingt es schließlich, zu einem anderen Erleben zu gelangen.

Die Psychoanalyse bedient sich dabei verschiedener Techniken:
  • Freie Assoziationen
    man darf alles äußern, so als ob man ein Reisender sei, der jemand anderem das beschreibt, was er vor dem Zugfenster vorbei gleiten sieht.
  • Traumdeutung
    im Schlaf ist die Abwehr verringert, so kann sich verdrängtes Material in maskierter Form zeigen. Es gilt dieses zu entschlüsseln und so dem Bewußtsein zugänglich zu machen.
  • Übertragung/Gegenübertragungskonzept
    vergangene Beziehungserlebnisse schleichen sich in gegenwärtige Beziehungen ein, auch in die Beziehung zum/zur Analytiker/in. So wiederholen sich kindliche Beziehungsmuster, die vom Erwachsenen nun bewußter erlebt werden und damit der Bearbeitung zugänglich gemacht werden können.
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